Bericht von der Gemeindeversammlung am 1. Februar 2026

Am 1. Februar 2026 fand in der Christuskirche die diesjährige Gemeindeversammlung statt. Zahlreiche Gemeindemitglieder nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Planungen in unserer Kirchengemeinde zu informieren.

Zuvor hatte die Gemeinde gemeinsam einen Abendmahlsgottesdienst gefeiert. In diesem wurde Johannes Romaschin feierlich in sein Amt als Presbyter eingeführt. Damit ist die seit der Presbyteriumswahl im Februar 2024 noch offene Presbyterstelle nun besetzt.

Gemeindekonzeption

Ein Schwerpunkt der Versammlung war die Vorstellung der derzeit in Arbeit befindlichen Gemeindekonzeption. Das Presbyterium hatte diesen Prozess im Jahr 2024 begonnen. Die Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrerin Regina Brüggemann, erläuterte die bisherigen Ergebnisse. Grundlage ist eine umfassende Gemeindeanalyse, auf deren Basis Ziele für die zukünftige Gemeindearbeit entwickelt wurden.

Als Leitidee wurde formuliert:

„Wir wollen einen offenen Raum, in dem sich alle Menschen wertschätzend und gleichwertig begegnen. Unsere personellen und finanziellen Ressourcen behalten wir im Blick.“

Diese Leitidee wurde anschließend auf die verschiedenen Arbeitsbereiche der Gemeinde übertragen. Zunächst stehen drei Bereiche im Fokus:

  1. Gottesdienste
    Die Gottesdienste sollen künftig thematisch und liturgisch vielfältiger gestaltet werden. Ziel ist es, auch neue Menschen anzusprechen. Geplant sind unter anderem Themengottesdienste mit besonderer Liturgie, die teilweise auch an anderen Orten gefeiert werden sollen. Taufen sollen künftig möglichst in familienfreundliche Sonntagsgottesdienste integriert werden und nicht mehr überwiegend in separaten Taufgottesdiensten am Samstag stattfinden.
  2. Bildungs- und Erziehungsarbeit
    Hier sollen alters- und zielgruppenspezifische Angebote entstehen. Für Erwachsene wurden unter anderem Ideen wie „Wandern und Begegnung“, Filmabende, ein Gitarrenkurs, ein Männercafé, ein Stammtisch oder auch eine Weinprobe in der Kirche angedacht.
    Für Kinder und Jugendliche sollen nach Möglichkeit ein Kinder- und Jugendkreis, ein wöchentlicher Jugendtreff sowie weitere regelmäßige Angebote und besondere Aktionen angeboten werden.
  3. Netzwerke vor Ort
    Bestehende Netzwerke sollen gepflegt und neue Kontakte aufgebaut werden.

Die Gemeindekonzeption muss in regelmäßigen Abständen auf Aktualität hin überprüft werden und wird nach Beschlussfassung durch das Presbyterium auf der Homepage der Kirchengemeinde veröffentlicht.

 

Regionalisierungsprozess der südlichen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Koblenz

Seit dem Jahr 2024 treffen sich die Vorsitzenden der Presbyterien der südlichen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Koblenz in unregelmäßigen Abständen, um gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Zu dieser Süd-Region gehören die Evangelischen Kirchengemeinden Boppard, St. Goar, Vierthäler sowie Emmelshausen-Pfalzfeld. Die Treffen werden von Superintendent Pfarrer Rolf Stahl moderiert.

Hintergrund dieser Gespräche ist die derzeitige Situation, dass das gesamte Gebiet aktuell von zwei Pfarrerinnen und drei Pfarrern mit insgesamt 4,5 Pfarrstellen versorgt wird. Durch weiter sinkende Kirchensteuereinnahmen infolge anhaltender Kirchenaustritte ist jedoch absehbar, dass in Zukunft Pfarrstellen wegfallen werden, insbesondere nach Pensionierungen. Deshalb wird es zunehmend notwendig, dass die Gemeinden enger zusammenarbeiten und prüfen, in welchen Bereichen Kooperationen möglich und sinnvoll sind. Auch die Frage, welche Angebote langfristig in den einzelnen Gemeinden noch leistbar sind, muss dabei in den Blick genommen werden.

Als erster konkreter Schritt soll an den ersten vier Sonntagen im März 2026 ein rotierendes Gottesdienstmodell erprobt werden. Ziel ist es, dass an diesen Sonntagen in jeder Kirchengemeinde der Süd-Region nur ein Gottesdienst stattfindet und insgesamt nur zwei Pfarrpersonen bzw. Prädikantinnen und Prädikanten im Einsatz sind. Eine Pfarrperson übernimmt dabei zwei Gottesdienste hintereinander in zwei verschiedenen Gemeinden. Dadurch werden sich die Gottesdienstzeiten verschieben. In Boppard wird der Gottesdienst im Testmonat März um eine Stunde auf 9.30 Uhr vorverlegt. Im Anschluss an die Gottesdienste soll Rückmeldung der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eingeholt werden.

Darüber hinaus ist geplant, künftig vier Regionalgottesdienste pro Jahr zu feiern – als einziger an diesem Tag stattfindender Gottesdienst in der Süd-Region. Der erste Regionalgottesdienst fand bereits am 1. Januar 2026 in der Christuskirche statt und wurde sehr gut angenommen. Weitere Regionalgottesdienste sind geplant am Ostermontag in St. Goar, am Sonntag, 14. Juni in der Gemeinde Vierthäler sowie am Reformationstag in Emmelshausen. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte dem Gottesdienstplan.

 

Liegenschaften

Presbyter Peter Waldforst berichtete über bereits durchgeführte sowie geplante Sanierungsmaßnahmen an den gemeindlichen Gebäuden. Außerdem informierte er darüber, dass das Pfarrhaus in Buchenau inzwischen vermietet und bezogen ist.

 

Personelle Veränderungen

Seit dem vergangenen Jahr gibt es einen neuen Küster sowie zwei Hausmeister, jeweils mit geringem Stundenumfang. Die Stelle in der Kinder- und Jugendarbeit ist derzeit vakant, es besteht jedoch die Hoffnung auf eine baldige Wiederbesetzung.

 

Gemeindeveranstaltungen

Abschließend wurde auf einige Veranstaltungen hingewiesen, die in diesem Jahr geplant sind. Dazu gehören das ökumenische Wandelkonzert am 16. März, eine musikalische Andacht zur Passionszeit am Gründonnerstag, das Gemeindefest am 20. Juni sowie die Jubiläumsfeier „90 Jahre Evangelische Kapelle Bad Salzig“ am 30. August.

Presbyter Jens Müller stellte außerdem die neu entstehende Männergruppe vor (siehe gesonderten Artikel).

Im Anschluss an die Berichte bestand Gelegenheit zu Rückfragen und Austausch.

 

Im Namen des Presbyteriums danke ich allen Gemeindemitgliedern herzlich für ihr Interesse und ihre Beteiligung an der Gemeindeversammlung.

Pfarrerin Regina Brüggemann

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